live life light

Ich denke, es wird Zeit, was zum Thema Pro-Ana zu schreiben, da es im GB ja auch schon Einträge dazu gab.
Lisa und ich (Lu) bezeichnen uns NICHT als Pro-Ana. Es ist doch absoluter Schwachsinn, sich zu Tode zu Hungern und Ana noch als Freundin zu bezeichnen. Der ganze Kram von wegen Ana's Brief usw...Wenn ich das schon lese - wie kommt man auf sowas? Ich will jetzt keine Zitate bringen, da wir beide gemeinsam beschlossen haben, das alles nicht mit unseres Seite in Verbindung zu bringen. Tut mir leid, falls sich jetzt einige vor den Kopf gestoßen fühlen, aber das ist einfach meine Meinung. Pro-Ana mag einerseits natürlich auch Mädchen Halt geben und - leider nur in den seltensten Fällen - helfen, wieder zu einem normalen Essverhalten zu finden. Meistens jedoch weist es erst den Weg in die Krankheit. Auch trotz Warnungen auf den Sites - mal ehrlich, wer hört denn wirklich darauf, wenn er/sie sich dafür interessiert?

Natürlich wird jetzt jeder sagen: Warum habt ihr dann so eine Seite? Warum wollt ihr so viel an Gewicht verlieren, wenn ihr gar nicht Pro-Ana seid? Die Blogeinträge passen überhaupt nicht zu dem Text hier! Ich kann dazu nur etwas über mich schreiben, weil ich Lisa's Gründe nicht genau kenne. Ich weiß nur, dass wir beide auf jeden Fall ein schlechtes Verhältnis zum Essen/unseren Körpern haben. Ich möchte hier nicht darüber schreiben, warum genau sich das bei mir so entwickelt hat - das sind Dinge, die einfach zu persönlich für die Öffentlichkeit des Internets sind. Ich bin definitiv nicht magersüchtig, auch wenn ich stark dazu neige. Ich kann meinen Körper so nicht akzeptieren..Wenn ich mich selbst nicht hübsch finde, wie sollen das dann andere tun? Ich weiß, dass Lisa und ich auf einem Gewicht sind, das "normal" ist. Ein Gewicht, bei dem man nicht unbedingt abnehmen müssten, aber auch ein paar Kilos weniger nicht gleich dazu führen, dass man zwangsernährt werden muss. Ich will abnehmen, auf jeden Fall, um der Veranlagung in meiner Familie in die entgegengesetzte Richtung zu entgehen - aber nicht ZU viel. Das was ich in den Blogs schreibe, ist für mich auch eine Art Überwachung, dass ich es nicht übertreibe, dass aus den wenigen Kilos plötzlich immer mehr werden. Momentan versuche ich in einem eher gesünderen Tempo abzunehmen, also ca. 1kg pro Woche - ob ich das so schaffe, ist die andere Frage.

Ich weiß, dass die meisten Außenstehenden jetzt wahrscheinlich denken "Die ist doch komplett verrückt - Wiedersprüche in jedem zweiten Satz!". Kann ich sehr gut nachvollziehen, da ich das über mich auch manchmal denke (mmh Unsicherheit lässt grüßen ;D) Doch am Ende helfen weder mir noch sonst irgendwem Anschuldigungen über Pro-Ana, wie ungesund alles ist und dass man sich selbst akzeptieren soll. Wenn mir jemand erklären kann, WIE man denn von jetzt auf gleich sich einreden kann "Hachja, ich bin doch soo toll!", dann zögert nicht mit Vorschlägen. Ich denke, dann gäbe es ein Heilmittel für jede/n, der/die an Magersucht erkrankt ist. Doch glaubt mir - so einfach mit einem "Hört auf zu hungern, ihr habt doch eine tolle Figur" ist das nicht erledigt. Ein Käfig der Gedanken ist noch viel schwerer zu durchbrechen, als sich von einer physischen Einschränkung zu befreien.

Danke für's lesen,
Lu

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